Austritt aus der PWG Oberviechtach, Landesvereinigung Freie Wähler Bayern e.V. und der Freie Wähler Fraktion im Kreistag Schwandorf

„Arbeiten zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger, sachlich, unabhängig, allein dem Allgemeinwohl verpflichtet“. Dies war lange Zeit das Motto der PWG Oberviechtach und der Freien Wähler. Seit einigen Jahren beobachte ich bei beiden Gruppierungen, wie sie sich immer mehr von diesen moralischen Grundwerten entfernen. Für mich hat das Motto aber nach wie vor Gültigkeit.

Mein Anspruch ist es Politik für die Bürger zu machen und nach dem Besten für sie zu streben. Persönliche Interessen und private Pfründe dürfen dabei keine Rolle spielen. Es muss offen und mit Anstand gearbeitet und an einem Strang gezogen werden.

Nahezu 30 Jahre habe ich bei meiner politischen Arbeit diese Werte gelebt. Wer jedoch an den Grundsätzen festhalten will, wird gemobbt und sogar aus seinen Ämtern vertrieben sowie Kandidaturen und Positionen verwehrt. Die offene Diskussion, das Ringen um die bessere Lösung, auch in personellen Fragen, ist völlig verloren gegangen.

Nun ist ein Punkt erreicht, der es mir nicht mehr möglich macht in meiner bisherigen politischen Heimat wirkungsvoll Politik zu machen. Daher habe ich für mich die Konsequenzen gezogen und sowohl die Landesvereinigung der Freien Wähler, die Fraktion im Landkreis Schwandorf sowie die PWG Oberviechtach verlassen. Dieser Schritt schmerzte mich ganz besonders, da sowohl mein Großvater als auch mein Vater zu den Gründervätern und Gestaltern gehörten, ohne deren Arbeit die Erfolge beider Gruppierungen nicht möglich gewesen wären.

Einen Teil des vergangenen Erfolgskurses reklamiere ich auch für mich. In meinen Ämtern unter anderem als Kreisrat seit 2002, Fraktionssprecher, Verwaltungsrat der Krankenhausgesellschaft und Stadtrat aber auch mit meinen Kandidaturen aus reinem Idealismus, wie für den Bundestag, oder als Landratskandidat habe ich mich immer mit großem persönlichem Einsatze für den gemeinsamen Erfolg ehrenamtlich engagiert.

Ich möchte es nicht versäumen mich bei all denjenigen zu bedanken, die mich auf diesem Weg unterstützt haben, unter anderem auch einmal gegen den Sturm der öffentlichen Meinung das Richtige zu tun. Hier sei nur an die schwierigen Entscheidungen zu unseren Krankenhäusern erinnert, die sich mittlerweile auf einem sehr guten Weg befinden.

Natürlich wünsche ich denjenigen unter den Freien Wählern, die ganz im Interesse der Bürger ihr Bestes gegeben haben und in Zukunft geben werden, auch weiterhin viel Erfolg.

Jürgen Neuber